Friday, 22 September 2017

Der Parkbank Pinkler: rückfünfundzwanzig

Was keiner zugibt, gesagt zu haben.
—so einer


.VXX

Massenpsychologie. Zeuge unheimlicher Lichter
am
Himmel. Zuschauer neuer Programme
im
Fernsehen.
Sie
wären nicht alle Verrückte.
Sie
dürfen ihre Staatsführung mithilfe deren Marketinggags aussuchen.
Da
hat
einer einen Bezug
zur
volkstümlichen Vernünftigkeit. Pop-begründet heißt
er
Sag
Dusmir. Meinte immer,
»Sie müssen mich nicht
Herr Dusmir nennen.
Können ruhig Sag sagen.«

Sucht
und
stimmt vermeintlich nach links. Vermeintlich, meine
ich,
da
er
ja
volkstümlich denkt,
und
wer
volkstümlich denkt,
ist
nun
gut
in
dem
zuletzt gelesenen Berichte versiert. Das funktioniert.

Haaaaallo User!
Haaaaallo User!
Hallo User! Hallo User!
Hallo, O! Yoo S. Air! 

Dieser Andere meinte,
die
Gelben
sei
'ne
Nuttenpartei.
Sie
versuchen
es,
mit
jedem
wo
sie
'nen
Platz haben. Denkt aber nicht,
die
Grünen wollen grad
bei
der
Nuttenpartei Platz, haben schon
das
Können erwiesen,
mit
der
Jamaikaner
so
gut
wie
mit
der
Ampel
zu
verkehren.

Und
da
das
Rot
von
den
Ampeln, als erste Wahl wohl Freierpartei möchte, nimmt zwar zwei
(t)
stimmig schon in Kauf, Ersatzspielkleidung
mit
ins
Rennen zu nehmen, sich
da
als
größte Nuttenpartei verkauft
und
erwiesen hatte, versteht
sie,
daß
nicht alle eine Nuttenpartei sein dürfen.
Das gibt's doch gar nicht. Jemand muss bezahlen.

Hä?
Ne!
Nö.
Wie
es
so
Volkstümlich auch bestimmt
ist,
vom
Volk
aus:
Geht wählen. Sieht schwarz. Blecht.


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Friday, 15 September 2017

Berlin's Empty Air

Von wegen, was man nicht wahrhaben wolle. Schmunzeln. Wir begehen uns Richtung 6-Jahre Jubiläum vom originalen Eröffnungstermin vom BER, mit der Jahr-Acht-Verspätungsfest schon angesagt, und glauben tatsächlich, dass noch ein unverbindlicher Bürgerentscheid, die Rechtslage dagegen, die Versuche aus der Politik von der „Frage” zu punkten, und das Theater rundum — nun inklusive, dank Herrn Neumann von der Berliner Zeitung, Analogie zu innerstädtischen Bahnhöfen aus der Geschichte und, in jüngerer Vergangenheit, einem Neubau an der gleichen Stelle, der praktisch nur eine Umbenennung besagt — haben überhaupt eine Wirkung darauf, wie lange Tegel noch in Betrieb gehalten wird. Wenn ich es richtig verstehe (nicht des verlinkten Artikels zu verdanken), ist es bis 6 Monaten nach Inbetriebnahme vom BER. Wer glaubt, dass sich der Schließungstermin nicht genauso-gut verschieben lässt, wird weit mehr als stundenlang darüber palavern dürfen.

Und hier, so ein Politiker kann in der Öffentlichkeit von seiner Unterstützung für die direkte Demokratie erzählen, weil er weiß, dass er niemals das Ergebnis eines Bürgerentscheids einhalten muss, der sich von einer Angelegenheit handelt, die er oder seine Kollegen schon davor in einer nicht gerade allzu direct-demokratischen Weise durch eine öffentlich-privat Partnerschaft abgesegnet und versiegelt haben, auf dessen resultierende „glasklare Rechtslage” er immer wieder pochen kann.

Wednesday, 13 September 2017

Parkbank Pinkler
Kapitel XXV: Rahmenbedingungen

Da muß 'ne alte Frau lange für stricken.

XXV.

Entgegen dem Stirnbereich gibt es eine Areal wie ein Himmelsglobus. Die Fläche ist zwar nicht endlos, deren Ende jedoch zutiefst weich bestimmbar. Irgendwo innerhalb bis jenseits von Stirnbogenblick übergeht Menschenblick in den toten Winkel. Für die Malerin bedeutet er eventuell eine lebendige Gegend voller Phantasie. Für die Fotografin ist dies weniger möglich, denn das Bildfeld sitzt zwischen unvermeidlichen Grenzen eingepfercht und lässt sich nicht musisch zieren. Mit dem Rücken stimmungsvollen Feinheiten zurück ins Bild, was sonst aus dem Aufnahmefeld bleiben würde, kann die Malerei in gewissem Sinne akkurater als die Fotografie. Dennoch wird eine Landschaft, sobald sie geschildert wird, zu explizit, um präzise zu sein. Das Gleiche gilt, ob zeichnen oder schreiben oder erzählen oder darstellen. Das Mittel steht am falschen Ende einer Vermittlung. Es kommt nicht an der Entstellung vorbei.

Eine Verfälschung fängt aber schon beim sich Ausmalen an. Und dieses fast gleichzeitig mit dem betroffenen Erlebnis. Zu dem Zeitpunkt, dass die Kripo eine Zeugin befragt, ist das Beibehalten des Mitbekommens nicht nur nicht genau zu bewerten. Das Beibehalten des Beibehaltens und, ferner, die Richtigkeit des Mitbekommens bleiben ein Rätsel nur ungefähr zu betrachten. Selbst wenn sich das Rätsel lösen lässt, ist es vermutlich nicht dasselbe wie aufgegeben. Und das Aufgegebene ist nicht unbedingt richtig. Die Verdrehungsstufen vom Geschehen bis Lösen machen es so.

Ist die Zeugin eine Malerin, wird Einzelheiten im Bild bleiben, vom Foto weit entfernt. Ist sie eine Fotografin, wird sie vielleicht auch noch das Umfeld ihres Fotos beschreiben können. Ist die Künstlerin Fotografin und Mordopfer zugleich, dann ist die Zeugin eine Kamera. Einen Schnappschuss wird von der Kripo befragt, abgeschnitten von der Areal der umliegender Realität, dafür aber ungeschminkt. 


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Thursday, 7 September 2017

Parkbank Pinkler
Kapitel XXIV: Kennzeichen eines Plagiats

„Die Marke ist der Mensch.”
—M&M's 

XXIV.

Wonach wir streben ist unverfroren. Davon reden wir nicht. Vertreten und imitieren aber als Handlungsträger, wie vollkommener Schauspieler. Mit den Requisiten vom falschen Ende der Entwendung des Wesens, wodurch wir uns deutlich schon vehement vergoren haben, kommen uns die Anweisungen fast noch ausführbar vor. Wie die Lichter, wodurch wir unsre Aussichtslosigkeit auf dem Schirm berühren, mit Schicksal von jenen und Zigzahl von diesen Abgesuchten, und im Namen von Topos als Symbol der Vergangenheit kopfstehend als Tulpas im Namen der Zukunft, gekennzeichnet vor Ort und verkehrssprachlich in jeder Handschrift, woran wir seit der Blindheit nur so glauben dürfen. Die Lichter, die aus einem Blitz stammen, was davon gesagt wird und was wir nicht vertrauen darüber zu sagen, auf die wir gern glotzen, weil wir aus Fortschritt bestimmt und aus Bestimmung gelenkt sind. Die Lichter implizieren und dirigieren, verwickeln und verschachteln, beschmieren und fingieren, verdoppeln und verwüsten, hypnotisieren pur. Aus der Luft und auf dem Glas, taugen sie durch ihren Taucher. Das Merkmal der Lichter ist das Zähmende. Der Seelenzustand ihres Verbrauchers ist der Ahnungslose, Kraftlose, und Verhängnisvolle.

Wednesday, 30 August 2017

Parkbank Pinkler
Kapitel XXIII: ausgeliehen, ausleiert, ausgelaufen

An untaught peasant beheld the elements around him and was acquainted with their practical uses. The most learned philosopher knew little more. He had partially unveiled the face of Nature, but her immortal lineaments were still a wonder and a mystery. He might dissect, anatomize, and give names; but, not to speak of a final cause, causes in their secondary and tertiary grades were utterly unknown to him.
—Mary Shelley's Victor 


XXIII.

Zunächst versucht man frisch erinnerte Worte mit dem entsprechenden Gesprächspartner zu kuppeln. Dann irgendwann einmal, das Alter noch weiter zugenommen, spielt soviel angesammeltes Selbstgerede irgends im Kopf, wenn auch nicht direkt aktiv, dass das Streben nach Gesprächsursprung ferner zur eingebildeten Erinnerung an mehrere Plauderer kommt, und das Unterscheiden zwischen deren diversen Einzelpersonen gleicht einem Babyspiel: Einerseits kinderleicht, andererseits ohne verständliche Wörter.

Friday, 25 August 2017

Of which I'm almost certain.

That a long time ago someone said they were almost certain about something, quite creatively coining a term of two words paired at odds that meant they felt a sense of certainty, and though they wouldn't bet their life on it, they chose to exploit the sense and how close to sure it felt. It was no doubt in my mind — or nearly none, I can almost assure you — a brilliantly nuanced expression of precision destined to die an indistinct death. This pair so paired would through common use become tired enough eventually someone like me would wonder when it was someone decided certainty prevails in degrees. A unique circumstance? Barely.