Sunday, 22 April 2018

Der Parkbank Pinkler: rücks Wölf

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Liebstes Finanzamt,

vielen lieben Dank, dass Sie sich für meinen Lebensunterhalt interessieren! Meinen Sie ernst? Bestimmt baggern Sie mich nur so an! Na dann, gute Nachricht! Mein Lebensunterhalt? Er gleicht meinem Lebensinhalt, was vor allem von meinem Selbstwert abhängt. So wie ich ihn erst im späteren Lebensjahren wahrhaft kennengelernt habe, und wie Sie sich bei mir offenbar schon auskennen, kommt dieser wiederum auf die Selbstwertgefühle von anderen an. Egal wie gut ich verdiene, wenn die vergütete Beschäftigung nicht stimmt, dann bin ich nicht so ganz aus dem Häuschen. Des zeitgeistigen Hirngespinstes über den wohltätigen Milliardär ungeachtet, eine Mehreinname dem falschen Lebensbenehmen nachzuwerfen kann nicht mehr, oder wird nicht weniger, als das Gewissen taub machen, führt zu einer beheimateten Krankheit der Seele sowieso. Stirbt die Welt nicht mit unreinem Gewissen?

Lebensunterhalt? Ich lach mich todtraurig! Wie an dem bevorstehenden Tag, wenn gesagt wird, dass das Geld wohl noch lacht, aber Bargeld nicht mehr, ist der angegebenen Grund, warum ab nun die E-Ermittlung von der Steuererklärung festgeschrieben ist (womit Sie meinen (falls man Sie siezen beziehungsweise „Sie“ nennen darf, trotz der Tatsache, dass alles, was Sie machen (zumindest wie Sie alles schriftlich beschreiben), verfassen Sie in der Leideform (sog. Passiv)) gesetzlich (doch da klingt auch gegenüber Steuerpflichtigem, dass etwas „zu tun“ sei, einigermaßen weniger bedrohlich)) — also, dass die „Kulanzregelungen“ nicht mehr gelten (womit Sie meinen, die Gewinnermittlungen, die man bisher „formlos“ übermitteln durfte, nicht mehr darf) —, todlächerlich unkulanzfähig, solange sich gerade das Formular für diese Gewinnermittlung nicht auf dem „zur Verfügung gestellten“ Portal vorfindet.

Lebensunterhalt? Jahrelang konnte ich den Kunde behandeln, meinen Mitmensch, meine Pflicht Nummer eins, nicht als König sondern doch als Mitmensch, der eventuell auch noch mal ein Stück realen Selbstwert schätzt. Wie? Weil ich mein sogenannter Lebensunterhalt nicht für eine Gewinnmaximierungsstrategie halte. Bisher konnte ich das billigste Glied in der Billigkette sein,  für ungezählte Menschen unschätzbar. In praktischer Hinsicht heißt das, dass der billigste Auftraggeber unter billigen Auftraggebern das Billigste anbieten und das billigste Angebot machen und trotzdem ein Auftragnehmer findet, der die bei den billigsten unter billigen Firmen angestellte, unsicherste Lohnsklaven unter unsichere Lohnsklaven ernst nimmt und sich Mühe gibt, diese zu ermutigen.

Lebensunterhalt? Nun wollen Sie über Lebensunterhalt reden. Ach. Da habe ich gerade vergessen — vermutlich als Folge von, zum einen, einem gemachten Fehler, und dann noch einem freiwillig begangenen Irrtum: ich verliebe mich zu einfach in Ämter wie Sie, die mithilfe von schick zusammengesetzten Passivsatzglieder meinesgleichen ausnutzen möchten! Ficken und noch ein Jahr vergessen, nicht wahr? Im Klartext: Hier wird nur gewollt, das Bestreiten vom Lebensunterhalt zu ermitteln. Und wie? Auf leideförmlichen Erlass, räumen Sie mir meine kleine Ecke nicht mehr ein.

Dann tue ich ein Gleiches: Lebensunterhalt? Nach § 2 Absatz idK (sog. innerhalb der Klammern) dieses Schreibens sind angekündigte Begründungen für Ermittlungen über die Existenzgrundlage des Erkundigungsobjektes das Erfordernis nachgeordnet, wodurch dem Befragten die Grundlage, worauf den Lebensinhalt verdient wird, zu übermitteln ist.

in Liebe
Ihr Gehalt*

*immerhin der geringste Teil davon



Von vorne:
  • Sie bekommen die Einnahmen im Voraus bezahlt, verstehen diese eher als Kleinigkeiten.
  • Gemahnt wird, dass alles zu lesen, zu fragen, nachzuprüfen sei.
  • „Achten Sie bitte darauf“ heißt es.
Noch mal weiter. Weiter danach:
  • FÜR UNLEBZEITSORIENTIERTE SPIEßER GEEIGNET!
  • Der Steueramtskuli ist alle.
  • Grosse Pointe? Es kann keine Real-Lebensinhalt-Straße geben. So ist es mit dem Aufruf zur Liebe.

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Sunday, 15 April 2018

Der Parkbank Pinkler: rückdry Szen

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Neulich in Karlshorst durchgedreht mit Schmopfkerzen. Eine eventuell ältliche Dame nach der Uhrzeit gefragt, und sie, als wie mit Stulle im Mund, »Fuff vor hap eens.« Entlang der Treskowallee gibts keine Normaluhr mehr. Woran liegts? Der Uhrindustrie. Janz jenau! Drecksverbindlicher Mangel an Sitzbänken gewiss zur Gunst der Gastronomie. Die Wörterbuchbranche? Frag bloß nicht.

Beine haben ihre Ruhe erst an der Ecke Am Carlsgarten, gerade als man denkt, von Treskow abgesehen, da ist der Carl schon lange weg. Gerade als ich denke, Kopp platzt gleich. Bloß nicht wieder einschlafen.

In diesen Zeiten ist die Freedom Industry zu beachten. Na, jut. Zu jeder Zeit. Ich lebe aber nur in dieser. Während dieser glauben alle an alles und nichts. Durchschnittlich bedeutet das, dass eine Masse einer von zwei am vorherrschendsten Gewalten vertrauen. Mehr oder weniger. Genügend. Daheim wird das eine Regierungsmehrheit genannt,  gedeutet auf da drüben eine Diktatur.

Was ist zu glauben, wenn Waffen zusammen mit Perspektiven für die weiter Entwicklung von frisch zerbombten rohstoffreichen Länder ins Spiel kommen? Auch wenn das Gelobte Mittel nicht stimmt, also die Förderung nicht so reibungslos wie im Vertrag läuft, liefern sich Waffen uneingeschränkt weiter. Bodenschatz bleibt Bodenschatz. Verträge tragen Verträge. Abkommen kommen von Abkommen ab.

Könnte es dadurch ein Ende geben? Jeder Zeit ist eine Endzeit. Damit meine ich, zu jeder Zeit glaubt der Durchschnittsmensch, dass er zur Endzeit lebt. Ich glaube, ich habe einen Satz dafür: Die eschatologische Paranoia wird von einer Perspektive geprägt, dass andere gerade jetzt eine persönliche Apokalypse erleiden und dass niemand, der mit ihrer Ursache vertraut ist, immun gegen ihre Auswirkungen bleiben sollte.

Vorhin wollte ich nur wissen, wieviel Uhr es ist.

Vom Kulturerbe ein R-Gespräch

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Sunday, 8 April 2018

Der Parkbank Pinkler: rückfear Zähne

„Jenseitig verborgen in unsrer Umlaufbahn, geradenwegs auf der andren Seite von unsrer Sonne ständig, dreht Nibiru.“
—König Tötenkönnen

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Colour of your flavor? Kommt drauf an, was „was“ ist. Ob wie im spießigen Britannien mit seiner überkorrekten Betonung und kümmerlich längeren Schreibweise oder wie bei den perv-prüde affigen Amis, faulkurz unausgesprochen, geschrieben ganz zu schweigen, I can't live with or without u. Der hat unser Lied nicht nur angehört, sondern auch selber gespielt. Sich eingliedern oder aufspalten? Kommt drauf an, wie wir unsre geringsten Brüder behandeln, gell Gläubiger?

Wolle auch nicht, dass sie mir an jeder Ecke so ungelegen kommen, doch der gut gemeint gesellschaftsfähige Klemmbrett schleppende Spendensammler nervt mehr. Sind es kategorisch von derselben Abneigung? Eben. Behaupte nicht anders, meine nur, deshalb, dass man auch noch um Unterschriften bittet, wäre's nicht gegenüber dem Gammler etwa legitimer. In der Tat hab ich nicht dagegen, wenn Ersteren als Erster vom Ladenbesitzer vertrieben wird. Ob einige Penner die Bude vollstinken, scheiß egal. Entschuldigung. Sei diese Wortwahl unglücklich oder unzutreffend oder ungenau, dann... dass Handeln der draußen wohnenden Unterschicht trifft keinen Sondernerv. Nur weil ihnen kaum Knete gegönnt wird, hieße's nicht, sie bedeuten eine persönliche Last, wovor ordnungsmäßige Schutz vonnöten ist. Vor dem Bürohengst schon. Leut, die solch nicht sitzend vor der Sparkasse haben wollen, haben ein belastetes Gewissen, das gerade abgehobenes Geld nicht gerecht verdient zu haben. Sie dürfen ihr eigenes Glück nicht ausstehen mit dem Zerrspiegel gegenüber. Es sei denn, sie pflegen Überlegenheitsgedanken, und dann, wieso wenden sie sich an Bankautomaten auf Gesindelboden? Dass die leidgetränkte Realität Alltag geworden ist, liegt nicht an der angeblichen Kühnheit dem irgendeinen Bettler.

Überall schreiben Recht und Ordnung Typen Geschichten im Voraus und Gesetze im Nachhinein. Der Moderatflügel vom Gutmenschkontingent, sowieso als pure Gutmenschen gespottet, dichtet gerne Klauseln dazwischen. Und bezahlen auch mit Karte.

Das Fon klingelt: »Lamprecht.«  »El, zieh dir die Hose an. Wir haben in Köpenick zu tun. Bin gleich da.«


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Tuesday, 3 April 2018

Take me to the garretts where the artists have died


Max, Gab | Gabriel-Max-Str. 1, Berlin-Friedrichshain | 1935/2018

Sunday, 25 March 2018

A "Death to the Either/Or" Allusion

I'd really rather write about something else, but gotta go w/ th'flow & mind the_gap. All credit for the title to the scrivener whose namesake's team I bet'll finish 9-2 to continue their streak of fifty-win seasons. Irony abounds here (and not just theft of scripted thought, as our purveyor of sed abounding irony (if only by way of KitH (fine ham & all)) can not care for the game adverted & encrypted in this passage, sed game about which I'd preferred this morn to muse). I searched to barren effect for a tag to the title at his place, hence the link to a not inappropriate Appalachian fog's foto-log.  Hey! Also, too: I do believe this opener qualifies as a bleggalgaze <which abound at th' link)! Shifting the cryptics, let's get started, shall we?
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A successful propaganda regime will fr'ever have its targets looking exactly where they want them to, which'd be a need-to-know if regarding how & when theirselves are manipulated into thinking a certain way about certain others or, in the aggregate, apparently alternative propaganda regimes. Most unfortunately, I assume (or paradoxically, I reckon), we entities stem from an either/or process of growth into twits whose binary blinders thwart an appreciation of even overt overtones via basic rhetorical suppositions. So it certainly is no surprise that the not necessarily all that clever concealment of client regime activities does not give broad rise to questions that result in anything but jumping on the only other bandwagon that appears available. <Let's call that an overdue Sundae wink;-)

Respective to the arbitrary boundaries that go a long way toward preventing people from seeing what they have in common while indoctrinating identifieds into thinking that at least one set of enemies of their perceived enemies is friendlier than the latter enemy, Amerigo's playin' Americants as much if not more now than it ever has, and the rib-thorn du jour is don'd facile-i-tater. If dude was seen as dangerous by the Home Houses as is presented in the press, they wouldn't be extending the Authorities of His Office once conceived illegal and neo-continuing cartel blanche behavior that never results in less danger in anyone's hands, whether in the schools at home or along enhanced firing ranges abroad. You'd think a relationship with an evil Prince was just inked out of thin oil — that roughly Twelve Governments heretofore had not been in lockstep ruinous roid-rage.

Much is accomplished with a length of lexemes & evocative imagery served with Bernays spread liberally between well-heeled slices of bread. The central success of the adverted misinformation industry was in convincing already established industries of its indispensability. Not that there be not overlapping interests to be lapped up; the latest of the latest displays no distinctions. In a sense it's kind of comforting so many are immunized to the dutifully overdriven, distorted details.
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May we accentuate our positive interaction with fellow beings of the world, successfully strive to be aware of and avoid negative interactions with the same, and mitigate any potential- or by default damaging behavior to the environs thereabout. May this Sundae service be sweet.

BLCKCTDRSTP - December 2017